Julia Eisentraut, Wiebke Kopsieker und Julian Moritz Müller sind die Grünen Kandidatinnen in die Landtagswahl 2027
Detmold. Volles Haus am vergangenen Samstag bei der Wahlversammlung des Kreisverbands Lippe von Bündnis 90/Die Grünen im Hangar 21. Schließlich ging es um eine wichtige Sache: Die Wahl der drei Lippischen Kandidatinnen und -kandidaten in den Wahlkreisen für die Landtagswahl am 25. April 2027.
Eröffnet wurde die Sitzung durch KV-Sprecher Nik Riesmeier, der vor den aktuell bundespolitisch herausfordernden Zeiten, den erfreulichen Zuwachs der Mitglieder hervorhob: „Ich freue mich sehr, dass wir mit 621 Mitgliedern einen erfreulichen Zuwachs zu verzeichnen haben. Das ist in diesen politisch und gesamtgesellschaftlich herausfordernden Zeiten ein wichtiges Signal“, sagt Riesmeier. „Vor vier Jahren waren wir noch unter 400.“
Für den Wahlkreis 99/III Lippe Augustdorf, Detmold, Horn-Bad Meinberg, Schieder-Schwalenberg und Schlangen kandidierte Landtagsabgeordnete Julia Eisentraut, die sich im Juni schon das Votum ihres Kreisverbands für die Kandidatur für die Landesliste geholt hatte. Im Hangar 21 betonte die 33-jährige Informatikerin, wie wichtig es sei, für Vielfalt zusammenzustehen. „Wir müssen wieder auf Augenhöhe miteinander sprechen. Politik muss niederschwellig sein und alle Menschen erreichen. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Rechtsextremisten unsere Heimat vereinnahmen.“
Für den Wahlkreis 97/I Bad Salzuflen, Lage, Leopoldshöhe und Oerlinghausen warf KV-Sprecherin, Kreistagsmitglied und Fraktionsvorsitzende in Bad Salzuflen Wiebke Kopsieker ihren Hut ins Rennen: „Warum ich das tue? Weil ich überzeugt bin: Gerade jetzt ist der Moment, aufzustehen und anzutreten für ein starkes NRW.“ Die Diplom-Psychologin setzt drei Schwerpunkte. Erstens will sie bessere Chancen für Kinder und Jugendliche: Alle Schulen in Lippe sollen gut ausgestattet sein, vor allem mit Personal, und Förderung soll so funktionieren, dass kein Kind abgehängt wird. Zweitens will sie die Frauenpolitik stärken. „Wenn Frauen in Gremien nicht repräsentiert sind, wird ihre Perspektive nicht mitgedacht“, sagte sie. Zudem trügen Frauen weiterhin den Großteil der Care-Arbeit, und Alleinerziehende, meist Mütter, hätten ein hohes Armutsrisiko. Drittens fordert sie starke Kommunen: „Das Land setzt den Rahmen für die Politik vor Ort. Wir brauchen passgenaue Förderprogramme, sanierte Straßen, funktionierende Bahnverbindungen, gut ausgestattete Kitas und handlungsfähige Kommunen.“
Für den Wahlkreis 98/II Barntrup, Blomberg, Dörentrup, Extertal, Kalletal, Lemgo und Lügde sowie vom Kreis Herford die Stadt Vlotho stellte sich Julian Moritz Müller zur Wahl. Der 26-jährige Sozialarbeiter Julian Moritz Müller sieht den Populismus im Aufwind: „Oft weicht die Politik der Vernunft einem reinen Bauchgefühl. Das sehen wir schmerzlich in anderen Bundesländern.“ Dass NRW anders dastehe, liege auch an der schwarz-grünen Landesregierung. Er wünsche sich ein „progressives ‚Weiter-so‘: neue Ideen, mutige Entwicklungen, aber in einer Kultur des Respekts“. Aus seiner Zeit bei Feuerwehr und DRK wisse er, dass der Zivil- und Katastrophenschutz an Klimawandel und hybride Bedrohungen angepasst werden müsse. Ziel sei eine widerstandsfähigere Gesellschaft, die auch die Verletzlichsten schütze. „Lasst uns gemeinsam zeigen, dass Vernunft, Empathie und Mut die beste Antwort auf die Krisen unserer Zeit sind“, sagte er in Richtung Mitgliederversammlung. Julia Eisentraut, Wiebke Kopsieker und Julian Moritz Müller wurden einstimmig gewählt. „Das ist ein ganz starkes Ergebnis“, sagt Nik Riesmeier nach der Wahl. „Ich freue mich auf einen tollen einen Landtagswahlkampf mit eu
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