Grüne beantragen 30 Minuten Takt und lippeweiten ÖPNV-Preis von 1 Euro pro Tag

Die Grünen beantragen im lippischen Kreistag den Takt im Busverkehr in ganz Lippe auf maximal 30 Minuten zu reduzieren und Abotickets für maximal 365 Euro im Jahr, also einen Euro pro Tag, innerhalb Lippes anzubieten.

Außerdem sollen die Verkehrsmittel besser miteinander verzahnt werden. „Wir wollen das alle Lipperinnen und Lipper schulisch, beruflich und privat möglichst stress- und emissionsarm von einem Ort zum anderen kommen können. Die Wahl des Verkehrsmittels ist eine private Entscheidung, aber wenn wir die Klimaziele ernst nehmen und der Klimakrise wirksam entgegenwirken wollen, brauchen wir weniger Autos und mehr Bus, Bahn und Fahrrad auf unseren Straßen. Darum wollen wir ein attraktives Angebot mit einem maximal halbstündigen Bustakt, günstigeren Preisen und einer guten Verzahnung aller Verkehrsmittel für Lippe“, so der Kreisvorsitzende und Landratskandidat der Grünen Robin Wagener. Dies sei auch eine soziale Frage. Wagener weiter: „Wer heute in Lippe zum Beispiel aus finanziellen Gründen oder mangels Führerschein kein Auto hat, hat in vielen Gegenden Schwierigkeiten. Wir brauchen aber gute Verkehrsangebote für alle Lipperinnen und Lipper.“

Der Preis des Tickets soll auf 365 Euro pro Jahr begrenzt werden, innerhalb dieses Rahmens aber abhängig von den tatsächlichen Fahrtstrecken abgerechnet werden. “Nicht jeder ist täglich unterwegs. Damit der Busverkehr auch für Menschen attraktiv ist, die nur sehr selten unterwegs sind, soll der Preis bis zur Grenze von maximal 365 Euro abhängig von den tatsächlich gefahrenen Strecken abgerechnet werden. Mit einem solchen Modell hat beispielsweise die Region Südtirol ihren ÖPNV erheblich interessanter für alle Menschen in ihren jeweiligen Lebenssituationen gemacht”, so Wagener weiter.

Die Kreistagsfraktion der lippischen Grünen hat deshalb einen Antrag in den Kreistag eingebracht, ein solches multimodales Verkehrskonzept für ganz Lippe vorzulegen. „Ein gutes Verkehrsangebot ist Aufgabe des Kreises. Wenn wir die Erklärung des Klimanotstandes ernst nehmen, müssen wir hierfür auch die notwendigen Mittel im Haushalt bereitstellen. Die Verwaltung soll beauftragt werden, eine besseres Verkehrsangebot vorzubereiten. Die kommunale Verkehrsgesellschaft hat hierzu auch bereits erste Ideen erarbeitet, so dass eine zügige Planung und Umsetzung möglich sein müsste“, so der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag Werner Loke.

Geschäftsführerin des Kreisverbandes

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