Stellungnahme zu Medizinischen Versorgungszentren im Kreis

Stellungnahme des Vorstandes der Kreistagsfraktion von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN im Kreis Lippe zu den Artikeln in der LZ vom 24.05.2024

„Gutachter: Kreis soll Arztversorgung steuern“

„Die niedergelassenen Ärzte sind auf dem Baum“

Der Vorstand der Kreistagsfraktion von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN sieht jetzigen Konsens im lippischen Gesundheitswesen gefährdet

Der grüne Kreistagsfraktionsvorstand ist weiterhin davon überzeugt: ambulante und stationäre Versorgung in Lippe geht nur gemeinsam mit den zuständigen Institutionen und der Ärzteschaft.

„Wir brauchen eine gute und verlässliche Gesundheitsversorgung in Lippe, sowohl für ambulante als auch stationäre Behandlungen. Das wird nur gemeinsam mit allen Akteuren funktionieren, mit den niedergelassenen Ärzten, Wohlfahrtsverbänden, mit dem Klinikum, mit den Städten und Gemeinden. Es ist sicherlich nicht Aufgabe des Kreises die komplette Ambulante Behandlung zu übernehmen,“ fasst Dr. Inga Loke, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, die Ansicht der Grünen Kreistagsfraktion zusammen.

„Die Thesen und die Aussagen der Leiterin des Fachbereichs Gesundheit beim Kreis Lippe, Frau Dr. Ahaus, die eine allumfassende Übernahme der medizinischen Versorgung durch Kommunale MVZ durch den Kreis Lippe anstrebt, werden von uns Grünen nicht unterstützt. Wir sehen keinen Konsens in dieser Frage mit den zuständigen Akteuren.“

Im Koalitionsvertrag von SPD und Grünen heißt es:

Deshalb vereinbaren wir in enger Zusammenarbeit mit KV, Ärztekammer, Ärztenetz und Klinikum Lippe GmbH die medizinische Versorgung mit sicherzustellen, die auch resilient gegenüber Krisen wie Pandemien ist.

„Ziel muss es sein, Vertrauen der Lipperinnen und Lipper in unsere gesamte lippische Gesundheitsstruktur wieder zu gewinnen. Das geht nur miteinander, nicht gegeneinander,“ ergänzt Loke.

„Es scheint so, dass diese Führungsebene über einen nicht ausreichenden Blick auf die Gesamtsituation verfügt. Durch dieses Vorgehen ist auch der scheinbar mögliche Konsens für ein kommunales MVZ im Kalletal in Frage gestellt. Wir wünschen uns vom Landrat, dass er mit seinen Mitarbeiter:innen insbesondere moderierend tätig wird für die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung auch in den ländlichen Regionen in Lippe.“

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